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David Fincher: "Zodiac" (stern)

Kein Wunder, dass Leseförderung nicht funktioniert. Was sind das auch für Maßnahmen? Mal liest Außenminister Steinmeier in einer Weddinger Kita die Geschichte von der – aua! – Zahnfee vor. Mal begrüßt Bundeskanzlerin Merkel 60 „liebe Bücherwürmer“ in der Skylobby ihres Bundeskanzleramtes, um ihnen „Emil und die Detektive“ vorzugähnen. Demotivierender wäre nur noch Brigitte Zypries, die ihre Lieblingsparagraphen aus dem Urheberrecht vorträgt.

Es ist an der Zeit, einen ganz anderen Ton anzuschlagen. Serienmörder zum Beispiel. Ganz hervorragende Lesetrainer. Nehmen wir den "Zodiac". Ein hochintelligenter No-Bullshit-Bursche. Genau das richtige Kaliber für Leseförderung. Der "Zodiac" mordet nicht einfach blindlings vor sich hin. Er hinterlässt am Tatort chiffrierte Botschaften. Er gibt ganzen Landstrichen blutige Rätsel auf. Der Mann will entschlüsselt werden. Von seinen Verfolgern wird nur eines gefordert: Lesekompetenz. Wer die Mordserie nicht richtig entziffert, könnte das nächste Opfer sein. Das nennt man Leseförderung.

Die Geschichte über den "Zodiac-Killer" erschien im "stern" und findet sich auch unter folgender Internetadresse:

"Zodiac": Amerikas unheimlichster Killer (stern.de)

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