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In den Kulissen des Literaturnobelpreises (stern)

Sitzungsraum der Literaturnobelpreis-Jury in der Schwedischen Akademie, Stockholm (Foto: Maus)

Jedes Jahr an einem Donnerstag im Oktober wird in Stockholm um Schlag 13:00 Uhr die größte Auszeichnung verliehen, die ein Schriftsteller erlangen kann. Doch wie genau geht die Wahl des Literaturnobelpreisträgers vonstatten?

Im Herbst 2007 machte ich mich auf nach Stockholm zu einer Recherche in den Kulissen der Schwedischen Akademie, die die Jury für den Literaturnobelpreis stellt. Der Vorsitzende der Jury, Horace Engdahl, empfing mich in seinem Allerheiligsten, seinem Büro in der ehemaligen Stockholmer Börse, nur wenige hundert Meter vom schwedischen Königspalast.

Engdahl ist ein herrischer, streitbarer Mann, der seine Ungeduld erst einmal an unserem Fotografen ausließ. Er konnte es nicht ertragen, dirigiert zu werden. Dass er sich nach dem Sonnenlicht richten sollte, die Sonne sich nicht etwa seinen Wünschen fügte, schien ihm schlicht unzumutbar.

So streitbar war dieser mächtigste aller Literaturpäpste, dass er schließlich 2008 den Vorsitz der Jury abgeben musste. Kurz zuvor hatte Engdahl die amerikanische Literatur in Bausch und Bogen als minderwertig bezeichnet. Auch seine ursprüngliche Weigerung, sich mit dem von der Camorra verfolgten italienischen Schriftsteller Roberto Saviano solidarisch zu erklären, hatte die Nobelpreisjury gespalten. Engdahl war untragbar. Aber was ist interessanter als untragbare Würdenträger?

Die Reportage über den Literaturnobelpreis erschien im "stern" (Heft 40/2007) und findet sich auch unter folgender Internetadresse:

Unter Literaturgöttern (stern.de)

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