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    <title>Stephan Maus - Kommentare</title>
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    <description>Stephan Maus - Autorenhomepage</description>
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    <pubDate>Thu, 11 Mar 2010 06:54:47 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Stephan Maus - Kommentare - Stephan Maus - Autorenhomepage</title>
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    <title>Bonjourcarole: Tahar Ben Jelloun: &quot;Das Schweigen des Lichts&quot; &amp; &quot;Labyrinth der Gefühle&quot; (FAZ)</title>
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    <author>nospam@example.com (Bonjourcarole)</author>
    <content:encoded>
    Lieber Herr Stefan Maus,
trotz der in Ihrem Artikel zu Tahar Ben Jellouns literarischen Ergüssen enthaltenen Polemik muss ich leider einräumen: Sie haben Recht. Ich hatte das große Glück, in den Jahren 1966 - 72 in Marokko heranwachsen zu dürfen, kenne dieses Land mehr oder weniger wie meine Westentasche und beobachte die politischen Entwicklungen seit Jahren von Deutschland aus, und ich kann Ihnen versichern, dass Sie nicht nur das literarische Niveau dieses Autors richtig einschätzen, sondern auch seine politische Haltung: in meinen Augen ist er ein Mitläufer, der sich in die Mainstream-Salons einschleimt, und zwar dies- UND jenseits von Gibraltar. Literarisch bedient er sich sämtlicher Stereotypen, die man sich nur vorstellen kann. Billiger gehts einfach nimmer. M.E. ist er ein Mann ohne Prinzipien. Ein Skandal ist es, dass dieser Autor inzwischen an vielen deutschen Gymnasien auf den Lehrplänen steht (Ba-Wü u. NRW), teilweise gar als Abiturlektüre. Der Grund dafür mag sein, dass er bedauerlicherweise der einzige Autor ist, der sich der Immigranten-Problematik in Frankreich annimmt. Eine Schande ist dieser Autor für unseren Unterricht gleichwohl. mfG, CH. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 05 Mar 2010 22:32:41 +0100</pubDate>
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    <title>Peter Pfeiffer: Paulo Coelho: &quot;Der Zahir&quot; (SZ)</title>
    <link>http://www.stephanmaus.de/serendipity/archives/31-Paulo-Coelho-Der-Zahir-SZ.html#c512</link>
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    <author>nospam@example.com (Peter Pfeiffer)</author>
    <content:encoded>
    Coelho&#039;s Bücher kommen der Politik zu Gute, denn sie lenken von den wirklichen Problemen DIESER Welt ab, und verursachen bei regelmäßiger Lektüre ein Gefühl der Gleichgültigkeit. Sie fördern somit Meinungslosigkeit, Leistungsschwäche, und Ziellosigkeit im Berufsleben, und sind besonders für Jugendliche in der Entwicklung schädlich. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 26 Feb 2010 18:37:22 +0100</pubDate>
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    <title>Ursula Meszaros: Paulo Coelho: &quot;Der Zahir&quot; (SZ)</title>
    <link>http://www.stephanmaus.de/serendipity/archives/31-Paulo-Coelho-Der-Zahir-SZ.html#c511</link>
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    <author>nospam@example.com (Ursula Meszaros)</author>
    <content:encoded>
    Herrlich!
Ich habe Tränen gelacht.
Bei solchen Kritiken, könnte man sich fast wünschen, dass Coelho noch mehr Bücher schreibt. - Zum Glück muss man die ja nicht lesen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 17 Feb 2010 10:15:17 +0100</pubDate>
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    <title>Horst Tappert: Augusten Burroughs: &quot;Trocken!&quot; (SZ)</title>
    <link>http://www.stephanmaus.de/serendipity/archives/33-Augusten-Burroughs-Trocken!-SZ.html#c510</link>
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    <author>nospam@example.com (Horst Tappert)</author>
    <content:encoded>
    Genial. Schlicht genial. Danke. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 09 Feb 2010 13:30:45 +0100</pubDate>
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    <title>Lena Wang: Anna Gavalda: &quot;Ich habe sie geliebt&quot; (SZ)</title>
    <link>http://www.stephanmaus.de/serendipity/archives/54-Anna-Gavalda-Ich-habe-sie-geliebt-SZ.html#c508</link>
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    <author>nospam@example.com (Lena Wang)</author>
    <content:encoded>
    Hallo Herr Maus. 
Ich sehe, Sie haben Ihre Kritik zu &quot;Ich habe sie geliebt&quot; in 2003 geschrieben, und jetzt sind es gute 6 Jahre später. Damit werde ich wohl keine flammende Diskussion mehr entfachen. Vielleicht wenigstens eine Antwort?

Ich habe das Buch gerade eben zu Ende gelesen. Ich habe nach der Gavalda gegoogelt, und bin dann irgendwann auf Ihre Seite gestoßen. Was soll ich sagen? Größtenteils fand ich Ihren Artikel sehr treffend (habe durch meinen Job als Computermaus den kreativen Umgang mit Worten leider verlernt). Ich bin dennoch nicht völlig begeistert, weil ich Ihren Beitrag auf der andren Seite auch nicht differenziert genug fand. Denn der Roman hat auch seine Stärken.
Jedoch haben Sie in den wesentlichen Aussagen meine Zustimmung: obwohl ich von dem Roman hingerissen sein wollte, wurde ich beim weiteren Lesen mehr und mehr enttäuscht. Am Ende ist mein Urteil: behämmertes Buch!! Ich kann nicht wirklich verstehen, dass eine Autorin eine weibliche Romanfigur &lt;strong&gt;so&lt;/strong&gt; schlecht dastehen lässt-wieso fällt das niemand auf? Suzanne will sich nicht scheiden lassen weil sie sich an die -materiellen!- Vorzüge ihres gemeinsamen Lebens gewöhnt hat, obwohl sie von seiner Affäre erfahren hat. Berechnendes, bequemes Ding! Diese Darstellung von Pierre wird überhaupt nicht in Frage gestellt! Ich protestiere! Erstens ist ihre Angst vor dem Verlust des Wohlstandes ganz berechtigt darin begründet, dass sie -wie so viele Frauen- dem Mann den Rücken freihielt, damit er Karriere machen konnte. Auf Kosten ihrer eigenen! Gavalda hat sich mit der Suzanne also gar keine Mühe gegeben. Zweitens ist es aus Sicht von Gavalda ja ganz schön einfach, Suzanne so wenig liebenswert zu zeichnen. Zu kompliziert wohl die Möglichkeit, wenn er sich in die andere verliebt hätte, &lt;strong&gt;obwohl&lt;/strong&gt; Suzanne genauso liebenswert wie z.B. Chloé gewesen wäre. Und natürlich ist seine Geliebte die ganze Zeit über am &quot;Lachen&quot; und &quot;wunderschön&quot;, während seine Alte mit beleidigter Miene zu Hause hockt. Da ist die Wahl ja schon getroffen. Super!!

Herr Maus, meinen größtes Lob aber haben Sie sich damit verdient, dass Sie den rassistischen Aussetzer erkannte hatten: 
&quot;Gavalda ist nicht nur banal, sondern auch dumm. Über einen Chinesen heißt es: „Mit dem Schlitzauge, wie ist es gelaufen?“ So mögen wir sie, die Froschfresser. Spätestens hier taugt das Buch nur noch als ballistisches Studienobjekt zur Berechnung der idealen Flugkurve zwischen Schreibtisch und Papierkorb.&quot;
Danker sehr hierfür!
Ich bin nämlich selber Quasi-Chinesin.
In Deutschland geboren. Und spätestens an dieser Stelle wollte ich das Buch in die Tonne treten. Ich geb&#039;s morgen zurück. Es ist echt einfach scheiße.
Und ich fürchte, Leute die in dem Buch irgendwas &quot;sensibles&quot; sehen, sind einfach nur so wie die Autorin...leider ne ganze Menge.

Viele Grüße
+ danke für Ihre klasse Rezension

Lena Wang, 22.12.09 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 22 Dec 2009 23:02:55 +0100</pubDate>
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    <title>Jeeves: Harte Männer und ihre Olivetti Lettera 32</title>
    <link>http://www.stephanmaus.de/serendipity/archives/217-Harte-Maenner-und-ihre-Olivetti-Lettera-32.html#c507</link>
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    <author>nospam@example.com (Jeeves)</author>
    <content:encoded>
    Off Topic: Auf dem Weg zum Bus werd&#039; ich noch das hier rumliegende Buch &quot;Handbuch des massiven Unsinns&quot; eines Stephan Maus in den Mülleimer draußen werfen. Es wird Zeit. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 13 Dec 2009 15:01:48 +0100</pubDate>
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    <title>Markus Thies: 10 Philosophen im Praxistest (stern)</title>
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    <author>nospam@example.com (Markus Thies)</author>
    <content:encoded>
    war es nicht auch so in den Hochzeiten der Philosophie, daß die Kultur zusammenbrach?

war übrigens ein guter Bericht. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 24 Jun 2009 23:06:10 +0200</pubDate>
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    <title>Martin: TV-Wettershows: Nichts als heiße Luft (stern)</title>
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    <author>nospam@example.com (Martin)</author>
    <content:encoded>
    Auf jeden Fall. Früher konnte man noch gute Vorhersagen anhand des Wetterberichts für den Wassersport an Nord- und Ostsee machen. Heute ist das kaum noch möglich. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 06 May 2009 00:51:20 +0200</pubDate>
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    <title>Ralf: TV-Wettershows: Nichts als heiße Luft (stern)</title>
    <link>http://www.stephanmaus.de/serendipity/archives/210-TV-Wettershows-Nichts-als-heisse-Luft-stern.html#c34</link>
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    <author>nospam@example.com (Ralf)</author>
    <content:encoded>
    Schöner Brief und längst überfällig. Die Wettervorhersagen sind mitlerweile eine Katastrophe. Zum Glück kann man sich Nachts auf den Dritten noch den Wetterbereicht vor 20 Jahren in der Tagesschau ansehen =) 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 04 May 2009 00:54:06 +0200</pubDate>
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    <title>Jürgen Bräunlein: Interview: Isolde Ohlbaum (stern)</title>
    <link>http://www.stephanmaus.de/serendipity/archives/192-Interview-Isolde-Ohlbaum-stern.html#c9</link>
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    <author>nospam@example.com (Jürgen Bräunlein)</author>
    <content:encoded>
    Ich finde, es gibt viel zu viele Fotografen!

Herzlichst
jueb 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 23 Apr 2009 17:21:37 +0200</pubDate>
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    <title>Stephan Maus: Anna Gavalda: &quot;Ich habe sie geliebt&quot; (SZ)</title>
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    <author>nospam@example.com (Stephan Maus)</author>
    <content:encoded>
    Liebe Lynn,

ja, es geht in meinen Kritiken auch um mich. Wie in jeder Kritik. So richtig unnahbar bin ich nicht, sonst hätte ich die Kommentarfunktion hier ausgeschaltet. Gut gekleidet auch nicht. Leider. Dass meine Kritik im Lektüreschlüssel steht, gefällt mir. Was auch immer ein Lektüreschlüssel ist. Dass Sie sich so aufregen, gefällt mir auch. Denn wenn es überhaupt einen Lektüreschlüssel für mein Schreiben gibt, dann der Wunsch, den Leser zu entflammen. Viel Erfolg fürs Abi. Nach Ihrem feurigen Kommentar zu urteilen, sieht es doch ganz gut aus. Herzlich, Stephan Maus

PS: Der Titel der Besprechung war tatsächlich &quot;Heul doch!&quot; – recht schwierig ins Französische zu übersetzen übrigens. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 16 Apr 2009 22:20:48 +0200</pubDate>
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    <title>Lynn: Anna Gavalda: &quot;Ich habe sie geliebt&quot; (SZ)</title>
    <link>http://www.stephanmaus.de/serendipity/archives/54-Anna-Gavalda-Ich-habe-sie-geliebt-SZ.html#c5</link>
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    <author>nospam@example.com (Lynn)</author>
    <content:encoded>
    Haben Sie Ihre Kritik allen ernstens &quot;Heul doch&quot; übertitelt???? 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 16 Apr 2009 18:26:31 +0200</pubDate>
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    <title>Lynn: Anna Gavalda: &quot;Ich habe sie geliebt&quot; (SZ)</title>
    <link>http://www.stephanmaus.de/serendipity/archives/54-Anna-Gavalda-Ich-habe-sie-geliebt-SZ.html#c4</link>
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    <author>nospam@example.com (Lynn)</author>
    <content:encoded>
    Lieber Stephan,

Geht es in Ihren Kritiken eigentlich um das, was Sie bewerten sollen, oder um Sie? 

Ich mache gerade Abi und in meinem Lektüreschlüssel habe ich einen Kommentar von Ihnen zum Werk Anna Gavaldas  gelesen. (Darf ich Ihnen ein paar Gedanken in den Kopf legen, die Sie sich wohl über mich machen würden: &quot;Ein postpubertäres Mauerblümchen, das seine spitze Nase in Bücher steckt und anstatt selbst zu denken, einen Lektüreschlüssel zu Hilfe nimmt.&quot;)

Mitnichten, lieber Stephan. Weder Mauerblümchen, noch spitze Nase. 

Wütend. Ich bin stinkwütend auf Sie, weil Sie ein Werk, dass Sie nicht im Ansatz verstanden haben, zerreißen um sich ihr hartes Image zu beweisen. Ich glaube Ihnen kein Wort von dem, was Sie schreiben. Ich kann Sie mir bildlich vorstellen: Einer von den ganz coolen Typen im Medienbusiness, unnahbar, immer gut gekleidet, von allen Schriftstellern und Theaterhäusern gefürchtet.

&quot;In klischeegesättigter Sprache werden die abgedroschenen Problemchen durchschnittlich gewitzter Mittelklassemuttchen durchgekaut&quot;

Natürlich, davon sind Sie ganz weit entfernt. &quot;Mittelklassemuttchen&quot;, wer kann es wagen davon zu schreiben? Das klingt ja nach Babybrei, Bügelbrett und Cellulitis, bzw. &quot;die alles verschlingende Einsamkeit hinter dem prall gefüllten Einkaufswagen, die große Leere vor dem Bug des Kinderwagens und die gut abgefederte Langeweile auf dem beheizten Mercedes-Beifahrersitz&quot;, um Ihre geschliffenen Assoziationen aufzugreifen. Jawohl Herr Hauptmann, harte Männer braucht das Land und nicht solche Weibergeschichten!

&quot;Ein Buch, das mit dem Zwischenruf einer Schwiegermutter beginnt, stimmt von vornherein mißtrauisch. Ein Schwiegerelternbuch also.&quot; 

Und Se werfen Anna Gavalda Plattitüden vor.

&quot;Gavalda hält ihre farblose Prosa für so stark, daß sie ihren Text in kleinen Bröckchen liefert. Das muß ein Mutterreflex sein, der den lieben Kleinen nur Mundgerechtes servieren möchte.&quot;

Oh je, mit den Müttern haben Sie aber ein Problem, oder?

&quot;Einer der wenigen möglichen Reize dieses Buches könnte darin liegen, es während der Lektüre im Geiste simultan ins Französische zurückzuübersetzen&quot;

Das Sie sogar toll Französisch sprechen können, hat nun auch jeder verstanden.

&quot;Gäbe es ein effizientes Kalkulationsprogramm für den erfolgreichen Frauenroman, würde es ein solches Buch ausspucken. Gavalda scheint mit ihrem Roman gewieft auf den Trennungsschmerz von ein paar Hunderttausend Frauen abzuzielen, um die Hypothek auf ihr Sommerhaus zu tilgen.&quot;

Gäbe es eine effizientere Art und Weise, sich von allen uncoolen Problemen eines sitzengelassenen Mittelklassemuttchens mit zwei Bälgern an der Hacke zu distanzieren, hätte Stephan Maus sie spätestens jetzt aufgezeigt.

Schämen Sie sich nicht für eine solche platte und stereotype Kritik? Ich weiß, Sie wollen besonders schneidend, innovativ und provokativ schreiben und das ist auf Kosten eines Muttchens, die sich als Schriftstellerin versucht und über die Probleme der Muttchen ihres Alters schreibt, ja auch so schön einfach. (Haben Sie eigentlich schonmal was von Emanzipation gehört? Aber es scheint, als würde dieses Wort nach Emanze in Latzhosen klingen, stimmts? Also lassen wir das.)

Lieber Stephan, schade, dass sie so weit über alles Durchschnittliche erhaben sind, dass Sie Anna Gavalda nicht mehr verstehen. Wie kann man mit so ätzenden Worten über eine Autorin schreiben, die es schafft, den Alltag der kleinen Leute (Frauen) auf so filigrane und einfühlsame Weise darzustellen. Erkennen Sie wirklich nicht, dass in der Geschichte der Paulette aus &quot;Ensemble, cŽest tout&quot;, die aus ihrem Haus ausziehen muss und in ein liebloses Altersheim eingewiesen wird, mehr Realität steckt als in den Diagrammen der letzten Kommunalwahl in Köln? Müssen Sie so sehr auf Ihre Männlichkeit bedacht sein, dass Sie eine Autorin, die ihre Leidensgeschichte der betrogenen Mutter auf einfühlsame Art und Weise bearbeitet, mit brutalen Worten in den Dreck ziehen? Sind Sie so den Mainstream und den Normen verhaftet, dass Sie keine Sympathien empfinden für Anna Gavaldas schrägen und so stinknormalen Figuren?

Ich bin sicher, in ihrem Metier kommt Männlichkeitsgehabe gut an, aber trotz allem, sollten Sie bedenken, dass Dinge, die von Ihnen veröffentlicht werden, irgendwann in einem Lektüreschlüssel landen, den sämtliche Abiturienten NRWs lesen. 

Ich für meinen Teil bin der Frau dankbar, die ohne darüber nachzudenken, was cool und was uncool ist, die kleinen und großen Alltagsprobleme aufs Tapet der Literatur und so ins Bewusstsein der Massen bringt. Ihr zentrales Thema ist ja die Einsamkeit der Postmoderne. Vielleicht sind auch Sie einsam, lieber Stephan? 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 16 Apr 2009 18:25:17 +0200</pubDate>
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