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William Steig: Der Erfinder von "Shrek" (stern)

Mit "Shrek der Dritte" geht der Siegeszug des grünen Antihelden weiter. Ausgedacht hat sich das Sumpfmonster der Kinderbuchautor William Steig - und sein raubeiniges Original steckt die Kinoversion locker in die Tasche.

Das Portrait des New Yorker Illustrators William Steig erschien im "stern" (Heft 26/2007) und findet sich auch unter folgender Internetadresse:

"Shrek der Dritte": Flegeljahre eines Monsters (stern.de)

Marlon Brandos Piratenroman "Madame Lai" (stern)

Schon früh hatte sich Marlon Brando den Ruf eines unbeugsamen Freibeuters erspielt. Mit 55 heckte er einen Piratenroman aus - ein Angebot, das wir nicht ablehnen können.

Die Geschichte über Marlon Brando als Schriftsteller erschien im "stern" und findet sich auch unter folgender Internetadresse:

Marlon Brando: Endstation Seemannsgarn (stern.de)

David Fincher: "Zodiac" (stern)

Kein Wunder, dass Leseförderung nicht funktioniert. Was sind das auch für Maßnahmen? Mal liest Außenminister Steinmeier in einer Weddinger Kita die Geschichte von der – aua! – Zahnfee vor. Mal begrüßt Bundeskanzlerin Merkel 60 „liebe Bücherwürmer“ in der Skylobby ihres Bundeskanzleramtes, um ihnen „Emil und die Detektive“ vorzugähnen. Demotivierender wäre nur noch Brigitte Zypries, die ihre Lieblingsparagraphen aus dem Urheberrecht vorträgt.

Es ist an der Zeit, einen ganz anderen Ton anzuschlagen. Serienmörder zum Beispiel. Ganz hervorragende Lesetrainer. Nehmen wir den "Zodiac". Ein hochintelligenter No-Bullshit-Bursche. Genau das richtige Kaliber für Leseförderung. Der "Zodiac" mordet nicht einfach blindlings vor sich hin. Er hinterlässt am Tatort chiffrierte Botschaften. Er gibt ganzen Landstrichen blutige Rätsel auf. Der Mann will entschlüsselt werden. Von seinen Verfolgern wird nur eines gefordert: Lesekompetenz. Wer die Mordserie nicht richtig entziffert, könnte das nächste Opfer sein. Das nennt man Leseförderung.

Die Geschichte über den "Zodiac-Killer" erschien im "stern" und findet sich auch unter folgender Internetadresse:

"Zodiac": Amerikas unheimlichster Killer (stern.de)

Perry Rhodan: Ein deutscher Held (stern)

"Perry Rhodan" wird 45. Mit einer Auflage von einer Milliarde ist er der erfolgreichste, aber auch heikelste Pulp-Astronaut der Welt. Nierentisch-Muff, Nazi-Mythen, Kolonialisierungsfantasien, Hippie-Träume und kosmische Ich-AG: In Perry Rhodans Astronautenhelm spiegelt sich der Zeitgeist. Von Hippie bis Hartz IV - an den Heftchen lässt sich Zeitgeist ablesen.

Mein Porträt dieses exemplarischen deutschen Helden erschien im "stern" (Heft 48/2006) und findet sich auch unter folgender Internetadresse:

Perry Rhodan: Ein deustcher Held (stern.de)

Neil LaBute: "Wie es so läuft" (Programmheft Theater Bonn)

Was so gespielt wird

Neil LaButes Trompe-l’oeil-Stück "Wie es so läuft" (Programmheft zur deutschen Erstaufführung im Theater Bonn, Spielzeit 2006)

Okay. Das wird hier also gespielt. Schauen wir uns das einmal ein bißchen genauer an. Setzen Sie sich doch mal. Sie machen mich nervös, wenn Sie da dauernd so herumstolzieren. Was wird hier gespielt? Mann und Frau. Kennen Sie, oder? Wer ist eigentlich die Blonde da neben Ihnen? Ihre Frau? Sicher? Egal. Geht mich nichts an. Ich bin hier nur der angeheuerte Programmfuzzi. Sogar die Programmhefte werden heutzutage outgesourcet. Na ja, ich will mich nicht beklagen. Ich hätte eine Menge sein können: Mummy’s Darling, Daddy’s Schande, Rechtsanwalt oder der Liebhaber Ihrer Frau. Okay, noch ist nichts verloren, kann alles noch werden. Immerhin muß ich nicht über Ihrer Garage wohnen. Das Leben kann noch werden. Aber momentan bin ich hier nur das hired gun, und Sie setzen sich jetzt bitte hin.

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Interview mit Daniel Auteuil (stern)

„Lassen wir meiner Eitelkeit freien Lauf!“

Interview mit dem französischen Schauspieler Daniel Auteuil (stern, 15.06.06)

Cannes, Filmfestspiele 2006, VIP-Terrasse des Nobelhotels „Martinez“. Vom Meer her weht starker Wind. Vielleicht kommt er aus Algerien, wo Auteuil geboren ist. Der Wind trägt das Kreischen von Mädchen herüber, die auf der Croisette Penelope Cruz zujubeln. Die Jungs warten stumm darauf, daß der Wind Penelopes Rock lupft. High Glamour. Auteuil ist in seinem Element. Er schaut sich nach jeder schönen Frau um, die vorbeikommt. Es kommen viele schöne Frauen vorbei. Mit Auteuil macht es richtig Spaß, Mann zu sein. Vielleicht verrät er uns, wie er sie alle herumgekriegt hat: Emmanuelle Béart, Marianne Denancour und all die andern. Ganz vorsichtig herantasten.

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Raymond Chandler: "The Big Sleep" (Einführung in die SZ-Krimi-Bibliothek)

Hirn statt Wumme

Die Große Fuge des Kriminalromans: "The Big Sleep" von Raymond Chandler (Einführung zu Band 24 der SZ-Kriminalbibliothek)

Auf den ersten Blick erscheinen Raymond Chandler und sein Held Philip Marlowe als verdammte Profis. Bevor Chandler mit „The Big Sleep“ seinen ersten Roman schrieb, erlernte er als Full-time Writer von Kurzgeschichten für das legendäre Pulp Magazine „The Black Mask“ das harte Handwerk der Genre-Literatur. Nach sechs Jahren hinter der schwarzen Maske kannte er jeden Kniff des Metiers und war mit Plot Point und Cliff Hanger so vertraut wie Phil Marlowe mit allen Raffinessen der Mobster. Chandlers und Marlowes Tagessatz dürften gleich hoch gewesen sein: 25 $ pro Tag plus Spesen.

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Mohan, Menu, Mottin (Hg.): "Im Herzen der Mona Lisa. Dekodierung eines Meisterwerks" (stern)

Mona Lisas Körbchengröße

39 Wissenschaftler haben Leonardo da Vincis Meisterwerk auf Herz und Nieren geprüft (stern, 26/06)

Sie sind die Besten, und sie sind mehr als drei Dutzend. Sie ist die Schönste, und sie ist allein. Sie haben modernste Apparaturen, und sie hat nur ihr Lächeln. Zwischen ihnen liegen Jahrhunderte, und jetzt treten sie zum Duell an. Zum fünfhundertsten Geburtstag der Mona Lisa spendierte der Louvre dem bekanntesten Gemälde der Welt eine neue klimaregulierte Panzerglasvitrine. Zuvor vereinte man 39 Spitzenkräfte aus Natur- und Geisteswissenschaften, um das Meisterwerk einem Generalcheck zu unterziehen und ihm seine letzten Geheimnisse zu entlocken. Ein prächtiger Bildband voller atemberaubender Großformatbilder und kniffeliger Tortendiagramme dokumentiert nun diesen Wissenschaftsthriller: Welche Pigmente hat da Vinci in sein Walnußöl gerührt? Wo hat sich der Meister korrigiert? Aus welchem Holz ist die Mona Lisa geschnitzt? In welchem ihrer Körperteile nagt der Holzwurm am lustvollsten? Wie mag sie unter ihrem vergilbten Firnis aussehen? Welche Krümmung hat ihr Lächeln?

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