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Raphaël Enthoven: Er war Carla Brunis Liebesteufel (stern)

Ja, so eine Überschrift wollte ich schon immer mal haben. Dafür erwies sich der französische Philosoph Raphaël Enthoven als richtiger Mann. Er empfing mich in seiner Pariser Dachwohnung im 14. Arrondissement, hinter dem Cimetière Montparnasse.

Enthoven und seine Frau aßen gerade zu Mittag. Nachdem ich gebeten wurde, mich zu ihnen an den Tisch zu setzen, fragte mich seine Frau, für welches Blatt ich arbeite. "Stern?" Kenne sie nicht. "Was, kennst Du nicht?", fragte Enthoven mit theatralischer Verve. "Das ist eine Mischung aus 'Express' und 'Paris Match'." Eine bessere Beschreibung des "stern" hatte ich noch nicht gehört. Und etwas später ermöglichte sie mir eine willkommene Überleitung:

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Skiwandern im Sarek-Nationalpark (stern)

Tarrekaise-Massiv am Rande des Sarek (Foto: Oliver Soulas)

Diese Geschichte begann in der nordschwedischen Stadt Luleå. Dort sollte ich den Fotografen treffen und den Guide, der uns auf Tourenskiern durch die Wildnis des Sarek leiten würde. Luleå lag im Klammergriff des meterdick zugefrorenen Bottnischen Meerbusens. Im Landeanflug lag die verschneite Landschaft mit ihren vom Wind schwarz gebürsteten Birken wie eine Radierung dar.

Kaum angekommen, ging ich aufs Eis vor Luleå, um meine Winterausrüstung zu testen. Freundliche Rentnerpaare zogen pfeilschnelle Bahnen auf sauber gefegten Eisbahnen, die kilometerweit übers Meer führten. Auf einer vorgelagerten Insel fand ich eine öffentliche Feuerstellen und kleine Hütten, in denen Brennholz für jedermann lagerte. Metallsäge, Holzblock und frisch geschärfte Axt lagen bereit.

Ich sägte und spaltete Holz und legte es in die Glut, die Spaziergänger in dem gemauerten Rund zurückgelassen hatten. Ich probierte meinen neuen Kompass aus und sah ehrfurchtsvoll in Richtung Nordwesten, wo 300 Kilometer weiter der Sarek lag, wo wir eine Woche lang skiwandern wollten. Ich zog die Handschuhe aus und rieb ich mir die Hände über dem Feuer.

Die Reisegeschichte erschien im "stern" (Heft 02/2009) und findet sich auch unter folgender Internetadresse:

Zu kalt um wahr zu sein (stern.de)

Roberto Saviano zu Gast bei der Stockholmer Literaturnobelpreis-Jury (stern)

"Mein Killer wird eher sterben als ich"

St.Georg und der Drache in Gamla Stan, Stockholm (Foto: Maus)

Nachdem ich den von der Camorra bedrohten Schriftsteller Roberto Saviano schon im Sommer 2008 in Neapel getroffen hatte (Portrait siehe hier), um mit ihm über sein Leben auf der Flucht zu sprechen, traf ich ihn im Winter desselben Jahres noch einmal in Stockholm.

Für den untergetauchten Saviano wurde es immer enger in seiner Heimat. Während eines Camorra-Prozesses waren konkrete Mordpläne gegen ihn aufgeflogen. Die Camorra bereitete ein Sprengstoffattentat auf seine gepanzerten Wagen vor, die ich im Sommer in den Gassen der neapolitanischen Altstadt gesehen hatte.

Aus Solidarität hatte ihn die Literaturnobelpreis-Jury nach Stockholm eingeladen. In der italienischen Presse hiess es, der Autor sei verzweifelt und wolle Italien endgültig verlassen. Doch in Stockholm traf ich auf einen kämpferischen Saviano.

Unser Gespräch erschien im "stern" (Heft 50/2008) und findet sich auch unter folgender Internetadresse:

Interview mit Roberto Saviano (stern)

10 Philosophen im Praxistest (stern)

Nichts zählt mehr im modernen Magazinjournalismus als der Nutzwert. Das Magazin ist das Reich des Service-Kastens und des Großen Zoo-Tests. Vor allem in Zeiten der Krise sucht der Mensch nach Orientierung. Genau der richtige Moment, die großen "Denker des Abendlandes" (Bugs Bunny) einem Praxistest zu unterziehen.

Meine philosophischen Vignetten erschien im "stern" und finden sich auch unter folgender Internetadresse:

Philosophie: 10 Denker kompakt (stern.de)