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#TeamMerz

Friedrich Merz ist super. Er hat meine vollste Unterstützung. Endlich wird wieder klar, was diese CDU wirklich sein will: BlackRock-Lobby, Cum-Ex-Mafia, Leitkulturhammelstall, Hartz-IV-Zuchtanstalt.

Mit der "Wir schaffen das"-Vorsitzenden hätte man für einen kurzen Moment ja fast glauben können, diese Partei könnte vielleicht doch noch Restspuren spontaner Empathie enthalten.

People of Pune (India)

Ende August 2018 bin ich nach Indien gereist, um für den "stern" zu recherchieren, was aus dem legendären Baghwan-Ashram in Pune, früher Poonah, wurde. Die ehemalige Kommune des inzwischen verstorbenen Gurus ist heute das "Osho International Meditation Resort". Hier nahm ich an einem 7-tägigen "Living-In-Programm" teil.

(Siehe auch: Meine Indien-Reportage auf stern.de)

Ich lernte viele nette Menschen in Pune kennen. Doch Oshos spirituelle Exerzitien fand ich albern und die dauererleuchtete Stimmung in dem Resort bedrückend. Wahrscheinlich ist mein Ego schlicht zu aufgeblasen, um es durch Meditation verschwinden zu lassen. Mein "stern"-Artikel endet mit den folgenden Worten:

"Im Resort hat inzwischen jeder von meinem Interview mit Hohepriester Amrito gehört. Alle betrachten mich mit Ehrfurcht. Der Security-Chef bietet mir an, meinen Koffer bei meiner Abreise bis zum Abflug noch in seinem Büro unterzubringen. Ich gehöre jetzt zur Priesterkaste. Nicht gut fürs Ego.

Dagegen gibt's nur ein Mittel: Raus in die Stadt! Pune ist die wahre Ekstase. Trubel, Chaos, Energie. Ich gehe zum Markt. Der Scherenschleifer zeigt mir sein Atelier, lässt Funken sprühen. Der junge Fischhändler erzählt mir von seinem harten Überlebenskampf.

Der Pfad der Erleuchtung ist nicht mein Pfad. Ich stakse lieber durch Monsunpfützen, als im Ego-Schlamm zu wühlen. Der Buddha in mir wird immer die falschen Socken tragen."

In all den Tagen in Pune bin ich immer wieder aus dem Ashram in die Stadt geflüchtet, um zu fotografieren. Die Wanderungen mit einer kleinen Pentax MX-1 wurden zu meiner wahren Meditation.

Dies sind einige der Bilder, die in dieser Zeit enstanden sind: "People of Pune."

Tankwarte an der North Main Road, Pune
"People of Pune (India)" vollständig lesen

Markus Söder: Eine heimliche Annäherung im Bierzelt (stern)

Mein Auftrag war unmissverständlich: Söder-Annäherung in der heißen Phase des Wahlkampfs. Mein Problem: Das Zielobjekt will nicht. Jetzt heißt es, von Söder lernen. Denn wer kennt sich besser mit Zurückweisung aus als er? Niemand wollte ihn. Trotzdem wurde er Ministerpräsident. Also müsste man mit seinen Maximen doch ans Ziel kommen. Erstes, allererstes Söder-Prinzip: Die Schlacht wird in der Provinz gewonnen. Am allerbesten: im Bierzelt!

Rummel auf dem Viehmarktplatz in Moosburg an der Isar. 18.000 Einwohner, Kanalsanierung ist hier gerade das große Urban-Projekt, vorher aber, also gleich, kommt – der Söder. Auf der anderen Straßenseite wartet ein kleiner Trupp von der AfD, darunter auch Markus Schirling, der 2014 auf der Zugspitze den Hitlergruß zeigte. Das halbe Dutzend ist aber Söders kleinstes Problem. Gleich gegenüber dem Bierzelt veranstalten etwa 600 Gegner einer dritten Startbahn am Münchner Flughafen eine Protestkundgebung. Sie haben einen Fluglärmsimulator aufgebaut und wollen den Ministerpräsidenten zur Begrüßung durch ein Schmäh-Spalier laufen lassen. Ihre Parole: "Lasst Euch Bayern nicht versödern." Viele derbe Typen in Lederhosen, die man eher im CSU-Festzelt als auf einer Anti-Söder-Demo vermuten würde. Einer sagt, das sei halt so ein linker Franke. Mit "link" meint er so etwas wie hundsföttisch.

Vor sechs Monaten hat Söder den Seehofer aus der Staatskanzlei gejagt. Seither ist Bayern so rebellisch wie nie. Demonstriert wird wahlweise gegen ein neues Polizeigesetz, Rassismus oder Wohnungspolitik. Viele der Protestler hier sagen, sie wissen gar nicht, wofür Söder stehe. Was will er sein: ätzender Provokateur, der Stimmung gegen Asylsuchende macht? Oder gütiger Landesvater, der mit dem Füllhorn durch sein Reich marschiert?

Plötzlich Buh-Rufe. Eiligen Schrittes naht das "Söder Team", ein Dutzend schneidiger Wahlkampfhelfer der Jungen Union. Sie stratzen durch die höhnende Menge und sammeln sich am Autoscooter – geschafft. Jetzt wollen sie etwas mehr Willkommenskultur für ihren Söder nach Moosburg bringen. Zweites Söder-Prinzip: Alle Wege zur Macht führen über die "Junge Union". Wer wüsste das besser als der Ministerpräsident, der acht Jahre lang ihr bayerischer Landesvorsitzender war, vorlaut, immer bereit zur Provokation. Also werfe ich mich schnell an die Jugend heran: "Hallo, ich schreibe ein Porträt über Söder, wie geht's?" Man zeigt sich hoch motiviert, man will sich durch die schlechten Umfragen nicht entmutigen lassen. Man lächelt tapfer.

Kaum habe ich mich im wärmenden Schutzkokon der "Jungen Union" eingenistet, kommt das dritte Söder-Prinzip zur Anwendung: Netzwerke knüpfen, auf Teufel komm raus. Schon habe ich Staatskanzleichef Dr. Florian Herrmann am Wickel, der mir höchst vertraulich steckt, Söder verkörpere Intelligenz und Dynamik, wunderbar, erste Insiderinfo.

Söder wird Dr. Herrmann später im Bierzelt als engen Vertrauten vorstellen, wird sagen: "Es gibt politische Freunde und echte Freunde, und das ist nicht immer dasselbe, ich muss es ja wissen." Dann wird er zu verstehen geben, Herrmann sei ein echter Freund. Zwar wird Söder drei Tage später dasselbe über einen Allgäuer Lokalmatador sagen, aber egal. Dr. Herrmann soll jetzt bitte auch mein Freund sein. Und um mir schnell noch einen weiteren Amigo zu machen, wanze ich mich an den Bundestagsabgeordneten Erich Irlstorfer heran, einen knorrigen Vollblutpolitiker. Der fiebert sofort drauf los: "Söder schon mal live erlebt? Kraftpaket! Müssen's kennenlernen!" Der MdB grinst wie ein Räuberhauptmann. Ich lächle wie Baby Schimmerlos. Meine Hausmacht steht.

Leichter Nieselregen setzt ein. Staatskanzleichef und Abgeordneter spannen CSU-Schirme auf. Eine Wein-, Leberknödel- oder Hopfenkönigin stellt sich bei den beiden unter und mustert mich mit glühendem Blick. Der kann man nix vormachen. Also fernhalten. Wie Söder bin ich jetzt ganz Instinktpolitiker. Der Staatskanzleichef schaut in Richtung Demonstranten, sagt nervös: "Wir gehen gleich zügig, bleiben nicht stehen." Die Wein-, Leberknödel- oder Hopfenkönigin ergänzt tapfer: "Aber wir erwecken auch nicht den Eindruck von Gejagten." Dann geht ein Strahlen über die Gesichter. Er ist da!

(Vollständige Reportage auf stern.de)

Karma und Cashflow (stern)

Vor 41 Jahren reiste der stern-Journalist Jörg Andrees Elten für eine Reportage in den Aschram des indischen Gurus Bhagwan. Aus dem Reporter wurde ein Jünger. Ich habe nachgeschaut, was aus dem Aschram wurde

Wildes Getrommel erfüllt die riesige Pyramide aus schwarzem Marmor. Breitbeinig stehe ich unter dem spitzen Giebel, zucke, zappele, schnaufe durch die Nase wie ein erkälteter Wasserbüffel auf Koks. "Unregelmäßig schnaufen!", sage ich mir, wichtig, denn nur chaotische Hyperventilation setzt mein Hirn außer Kraft und befreit mein Unterbewusstsein. Ich reiße meine Arme hoch und runter, als würde ich verzweifelt eine kosmische Kuh melken.

Gong. Ich raste aus. Brülle wie ein Tier. Erst spiele ich den Wahnsinn, dann kommt er über mich. Eine riesige Spinne krabbelt auf mich zu. Ich will ausweichen, aber ich soll Zeuge meiner Visionen sein. Ich stelle mich der Spinne. Schleudere ihr meine Fäuste entgegen, schreie. Ich torkele gegen einen Meditationsstuhl. Das Krachen reißt mich aus meinen Visionen.

Benommen trete ich aus der Pyramide. Die Adepten um mich herum nehme ich kaum wahr. Aus meiner Robe steigt der Duft von Schweiß und Anti-Moskito-Chemie. In den tropischen Baumriesen hängen dackelgroße Fledermäuse. Hin und wieder Gezeter, dann lösen sich zwei Vampire von ihrem Ast und segeln lautlos um die Pyramide. Gespenstische Wächter eines irrwitzigen Kults.

Guten Morgen, all ihr Sektenbeauftragten dieser Welt. Ich kann fliegen.

Sieben Uhr in der Früh. Ich habe eine Stunde "Dynamische Meditation" im Großen Auditorium hinter mir. Dieser kollektive Amoklauf in der Marmorpyramide ist das Herzstück aller Exerzitien, die der indische Guru Bhagwan der Nachwelt hinterlassen hat. Köstliche Erschöpfung. Meisterhaft beherrschte Bhagwan die Techniken der Ich-Zertrümmerung. Ich absolviere ein siebentägiges "Living-In-Programm" im "Osho International Meditation Resort" in Pune, einer chaotisch pulsierenden Millionenstadt 150 Kilometer südöstlich von Mumbai, die früher einmal Poona genannt wurde.

Vollständige Reportage auf stern.de

Deutsch-Französischer Journalistenpreis 2018 für "Zwei Brüder" (stern crime)

Meine "STERN crime"-Geschichte "Zwei Brüder" (crime 14, 01.08.2017) hat den Deutsch-Französischen Journalistenpreis 2018 in der Kategorie "Text" gewonnen.

Hier geht's zum Text (externer Link)

So sah "Deutschlandfunk Kultur" die Verleihung:

"Die momentane Sinnkrise Europas und die Frage nach seiner Zukunft: das war in unterschiedlichsten Facetten auch das Leitmotiv in vielen der nominierten Beiträge.

In seinem Text 'Zwei Brüder' erzählt Preisträger Stephan Maus die Geschichte von Hamid und Hakim – und beschreibt so das Schicksal der ersten Generation von Einwanderern in Frankreich. Der ältere Bruder ist eine Größe der Marseiller Unterwelt – der jüngere arbeitet sich hoch, wird erfolgreicher Anwalt, glaubt fest an die republikanischen Werte. Und doch habe er gesehen, dass sein Bruder davon eben nicht profitieren konnte, sagt Maus.

In seinem Text 'Zwei Brüder' erzählt Preisträger Stephan Maus die Geschichte von Hamid und Hakim – und beschreibt so das Schicksal der ersten Generation von Einwanderern in Frankreich. Der ältere Bruder ist eine Größe der Marseiller Unterwelt – der jüngere arbeitet sich hoch, wird erfolgreicher Anwalt, glaubt fest an die republikanischen Werte. Und doch habe er gesehen, dass sein Bruder davon eben nicht profitieren konnte, sagt Maus.

'Da kann man sich fragen, was das für Werte sind, wenn sie für eine ganze Generation nicht gelten. Und was sollen das für Werte sein, die wir uns so sehr auf die Fahnen schreiben, wenn nicht die Schwächsten davon profitieren können, die hier Hilfe und Schutz suchen. Das macht für mich diese Geschichte so aktuell.'"

Ganzer Bericht bei Deutschlandfunk Kultur

Heimatkunde

Was passiert eigentlich, wenn ein Land plötzlich gar keine Grenzen mehr hat? Nun, es entsteht ein neues Land. Bayern zum Beispiel.

Nach dem Abzug der römischen Grenzsöldner und der romanischen Bevölkerung aus dem Alpen- und Voralpenraum entstand ein Siedlungsvakuum auf dem Gebiet des heutigen Oberösterreich.

Hier siedelten sich die unerschiedlichsten Stämme an: ostgermanisch-gotische Clans, vagabundierende Elbgermanen, westlich-merowingische Migranten, Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Alemannischen, subsidiäre Familiennachzügler aus dem Fränkischen, dazu thüringische und langobardische Volkssplitter.

Die verbliebenen römischen Grenzsöldner schoben niemanden ab, sondern vermischten sich fröhlich mit den Asyltouristen. So entstanden Schuhplattler, Schweinshaxe und Oktoberfest.

Dr. Herwig Wolfram, Professor für mittelalterliche Geschichte, nannte die Bajuwaren schlicht „Findelkinder der Völkerwanderung". Fest steht: Ganz Bayern ist das Ergebnis einer anarchistischen "No Borders, No Nations"-Politik.

Ich bin Abitur

Die Hamburger Schüler hatten in ihrer Deutsch-Abiturklausur 2018 die Wahl zwischen vier Themen. Eines davon war die Analyse von Kriminalliteratur. Diskussionsgrundlage hierfür war ein Essay über die Faszination des Bösen, den ich 2016 für „STERN crime“ geschrieben habe. Dies ist die ganze Abituraufgabe:

"Ich bin Abitur" vollständig lesen

ICH BIN 3000 DATEIEN: Meine Facebook-Sucht, meine Daten und Cambridge Analytica (stern)

Hallo, lieber Leser. Unserem geliebten Facebook geht es nicht gut. Das müssen wir ändern. Poste all Deine sexuellen Vorlieben, Deine schlimmsten Kindheitserinnerungen, Deine bewegendsten Nacktbilder, Deine geheimsten Putschpläne. Jetzt die Facebook-Aktie in die Gewinnzone posten! Tagesziel: 5 Prozent.

Tut auch gar nicht weh. Ist auch gar nicht so schlimm. Ist das T-Shirt erst gefallen, fällt der Striptease erstaunlich leicht. Ich seh's ja an mir selbst. Für einen Like einer meiner 3500 Freunde bin ich inzwischen bereit, praktisch alles zu tun. Neulich hätte ich sogar fast ein Foto von meiner Tochter gepostet. Sie sah so lustig aus in ihrem vereisten Wintermantel mit einem Haufen Schnee auf dem Kopf. Immerhin sah man sie nur von hinten. Trotzdem: das Foto des eigenen Kindes auf Facebook! Wie krank muss man sein?

Ich bin da so reingerutscht. Wie man halt reinrutscht in eine Sucht. Alkohol, Kokain oder die Sucht nach dem bunten Kolibri unserer Träume, dem man im frischen Tau der frühen Morgenstunden hinterherjagt, weil man sehen will, wie der kleine, irrlichternde Federball im transparenten Glast der aufgehenden Sonne schimmert.

Entschuldigung, ich schweife ab. Kann mich grad nicht konzentrieren. Musste eben schnell einen russischen Porno-Bot in meine Freundesliste aufnehmen. Ich liebe diese schüchtern lächelnden Beauty-Queens aus Wolgograd, Kasachstan oder Omsk. Beruhigend flackernde Lichter in meinem düsteren Alltag.

Jetzt, wo die Datenanalysten von Cambridge Analytica unser geliebtes Facebook an den Abgrund bringen, wollte ich mir meine digitale Vergangenheit einmal näher anschauen. Meine Suchtgeschichte hat nämlich gerade 10-jähriges Jubiläum. Guter Anlass, in alten Erinnerungen zu schwelgen und nachzuschauen, was genau von mir eigentlich auf den Servern des Sozialen Netzwerkes alles gespeichert ist. Also habe ich mir alle Daten heruntergeladen, die Facebook von mir besitzt.

Vollständige Geschichte auf stern.de

Werner Herzog: "Bei so einer Frage muss ich auf die Herrentoilette und mich übergeben" (stern)

Filmemacher Werner Herzog spricht über sexuellen Missbrauch, Größenwahn und darüber, wie man in Hollywood überlebt.

(Von Hannes Roß und Stephan Maus)

Herr Herzog, die "Me Too"-Debatte legt die verborgenen Machtstrukturen im Filmgeschäft offen. Sichtbar wird ein düsteres Milieu, in dem narzisstische Männer Frauen erniedrigen und vergewaltigen.

Was wir hier erleben, geht weit über Hollywood und das Filmgeschäft hinaus. Das ist etwas viel Größeres. Ein Verhalten wie das von Kevin Spacey oder Harvey Weinstein beispielsweise ist in absehbarer Zukunft undenkbar. Männer wissen jetzt, dass sie nicht nur aus einem Film entfernt werden, sondern ihre ganze Lebenskarriere riskieren. Endlich kommt die Zäsur, die die feministische Bewegung schon seit den 60er Jahren zu Recht fordert. Was wir im Moment miterleben, ist epochal.

Inzwischen geben sogar Schauspieler aus Woody-Allen-Filmen ihre Gagen zurück und sagen, ich bereue, mit ihm gedreht zu haben.

Bei Woody Allen wusste man schon lange, dass er nicht ganz koscher ist.

Vor Gericht wurde Woody Allen allerdings freigesprochen.

Es spielt keine Rolle, ob er freigesprochen wurde oder nicht. Harvey Weinstein wird vielleicht auch freigesprochen werden.

Im Fall von Jörg Kachelmann konnte man sehen, dass falsche Anschuldigungen drohen, ein ganzes Leben zu zerstören.

Es ist erst einmal nichts Verkehrtes daran, wenn ein Schauspieler ein Zeichen setzt und seine Gage zurückgibt. Der Schauspieler sagt ja nicht, Woody Allen hat sich des Inzests schuldig gemacht. Vielleicht schlägt das Pendel hin und wieder zu weit aus. Auf jeden Fall haben wir eine neue Epochenlinie zu Gesicht bekommen.

2013 offenbarte Pola Kinski in einem "stern"-Interview, dass ihr Vater sie als Minderjährige sexuell missbraucht hatte. Damit wurde Klaus Kinski zu einem der ersten Fälle von restloser Entzauberung einer Film-Ikone. Waren Sie damals überrascht von Pola Kinskis Enthüllung?

Pola hat bei mir Rat gesucht, lange bevor sie an die Öffentlichkeit ging. Was in ihrem Buch stand, wusste ich schon.

Wie haben Sie auf Pola Kinskis Hilferuf reagiert?

Man kann in einem solchen Moment nicht trösten, weil es keine Tröstung gibt. Man kann nur zuhören. Und ich habe mir gesagt: Ich kann nicht wirklich helfen. Aber vielleicht einen Teil der Last übernehmen. Weil ich auch jemand war, der mit Kinski seine Last zu tragen hatte.

Bevor Kinski 1991 verstarb, haben Sie 25 Jahre lang mit ihm zusammen gearbeitet. Haben Sie nie etwas geahnt?

Nein. Die ersten Vermutungen kamen erst 20 Jahre nach unserem letzten gemeinsamen Film "Cobra Verde" aus dem Jahr 1987 auf. Damals haben sich Frauen bei mir gemeldet, die auch unter Kinski gelitten haben.

Sie haben fünf Filme mit Kinski gedreht, und dabei ist Ihnen nie etwas aufgefallen?

Es gab Momente mit Kinski, wo er in düsteren Drohungen gegen mich andeutete, er könne für mich so gefährlich werden wie seinen Töchtern gegenüber. Aber was das wirklich bedeutet hat, habe ich erst durch Polas Erzählungen verstanden. Da hat sich erst spät, ganz spät im Nachhinein, ein anderes Bild von ihm zusammengesetzt.

Vollständiges Interview auf stern.de

Debian 9 "Stretch" auf "Thinkpad E470" installieren

Das "Thinkpad E470" arbeitet fehlerfrei mit Debian "Stretch" zusammen. Wifi und Trackpad funktionieren out of the box. Folgender Installationsvorgang empfiehlt sich:

Bootable USB-Stick mit Debian-Installations-Image "Firmware 9.3.0 AMD 64 Netinstall" erstellen (z.B. unter MacOS mit "sudo dd" oder unter Windows mit "Win32DiskImager")

Windows-Partition bereinigen und defragmentieren. Mit Partitionierungs-Programm wie z.B. "MiniTool Partition Wizard" (Freeware) die Windows-Partition verkleinern und eine neue, freie Partition für Debian angelegen.

"Fast Boot" ausschalten (Systemsteuerung > Hardware und Sound/Energieoptionen > Was beim Drücken des Netzschalters... > Einige Einstellungen sind momentan … > Schnellstart aktivieren aus).

Im BIOS folgende Einstellungen setzen (Während Startvorgang bei Erscheinen von "Lenovo"-Splash-Screen "Enter" drücken, dann F2):

UNTER "SECURITY":

Secure Boot: Off

UNTER "STARTUP":

UEFI/Legacy Boot: UEFI only

CSM Support: No

Ethernet-Kabel und bootbaren Debian-USB-Stick anschließen. Thinkpad neu starten. Während Startvorgang bei Erscheinen von "Lenovo"-Splash-Screen "Enter" drücken, dann mit F11 Bootmenü aufrufen. Vom Debian-USB-Stick booten. Debian Installationsanweisungen folgen.