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Skiwandern im Sarek-Nationalpark (stern)

Tarrekaise-Massiv am Rande des Sarek (Foto: Oliver Soulas)

Diese Geschichte begann in der nordschwedischen Stadt Luleå. Dort sollte ich den Fotografen treffen und den Guide, der uns auf Tourenskiern durch die Wildnis des Sarek leiten würde. Luleå lag im Klammergriff des meterdick zugefrorenen Bottnischen Meerbusens. Im Landeanflug lag die verschneite Landschaft mit ihren vom Wind schwarz gebürsteten Birken wie eine Radierung dar.

Kaum angekommen, ging ich aufs Eis vor Luleå, um meine Winterausrüstung zu testen. Freundliche Rentnerpaare zogen pfeilschnelle Bahnen auf sauber gefegten Eisbahnen, die kilometerweit übers Meer führten. Auf einer vorgelagerten Insel fand ich eine öffentliche Feuerstellen und kleine Hütten, in denen Brennholz für jedermann lagerte. Metallsäge, Holzblock und frisch geschärfte Axt lagen bereit.

Ich sägte und spaltete Holz und legte es in die Glut, die Spaziergänger in dem gemauerten Rund zurückgelassen hatten. Ich probierte meinen neuen Kompass aus und sah ehrfurchtsvoll in Richtung Nordwesten, wo 300 Kilometer weiter der Sarek lag, wo wir eine Woche lang skiwandern wollten. Ich zog die Handschuhe aus und rieb ich mir die Hände über dem Feuer.

Die Reisegeschichte erschien im "stern" (Heft 02/2009) und findet sich auch unter folgender Internetadresse:

Zu kalt um wahr zu sein (stern.de)