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Der Mafioso Bernardo Provenzano und seine Olivetti (SZ)

Die Schreibmaschine des Paten

Wie sich der Capo di tutti Capi Bernardo Provenzano als Autor inszenierte (SZ, 15.04.2006)

Mafiosi sind nicht nur Brutalos, sondern auch hoffnungslos pathetische Romantiker. Sie verwenden ebenso viel Konzentration auf den nächsten Territorialkrieg wie auf die sorgfältige Pflege ihrer mythischen Aura, hinter der im kollektiven Bewußtsein oftmals ihre Brutalität zu verschwinden droht. Niemand verbrämt rohe Gewalt so erfolgreich mit pittoresken Inszenierungen wie der Mafioso. Lange vor Francis Ford Coppola waren die Mafiosi ihre eigenen Regisseure, Maskenbildner und Ausstatter. Auch der soeben gefaßte oberste Mafioso Bernardo Provenzano blieb der langen Mafiatradition der mythischen Selbstinszenierung treu. Sein Mythos wird auf ewig mit einer Olivetti Lettera 32 verbunden bleiben.

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Michael Wallner: "April in Paris" (stern)

Im Räderwerk der Nazi-Geisterbahn

Michael Wallners Historienschmonzette April in Paris (stern, HEFT 16, 12.04.2006)

Frankfurt, Buchmesse 2005: Gähnend zogen die internationalen Literaturagenten ihre Hotelzimmertüren ins Schloß, tauschten Anzug gegen Agentenbademantel und begannen, in einer ins Englische übersetzten Textprobe aus einem deutschsprachigen Historienroman zu blättern. Erst glühten ihre Wangen, dann ihre Handys: Der 80-seitige Teaser zu Michael Wallners Roman „April in Paris“ wurde zum heißesten Ding der Messe. Als die Agentenbademäntel wieder in den Koffern verschwunden waren, war der Roman in 13 Länder und 4 Kontinente verkauft. Jetzt ist er hierzulande erschienen.

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