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Susanne Fröhlich: "Familienpackung" (SZ)

In den Fängen des Gschreibsl-Ichs

Susanne Fröhlich schlachtet verzweifelte Hausweiber aus: "Familienpackung" (SZ, 21.10.05)

Susanne! Mensch! Super schaust aus! Kannst du vielleicht grad mal das Tablett mit dem Pflaumenkuchen hier halten? Habe ich selbst gebacken. Laß dich anschauen. Ist der Lippenstift aus diesem neuen iranischen Mail-Order-Versand da? Super. Frisur ist auch neu, oder? Auf dem Umschlag vom „Moppel-Ich“ sah die noch irgendwie so total völlig ganz anders aus. Kürzer, oder? War damals bei dir nicht noch voll so Bubikopf angesagt? Struppi-Style? Nee? Künast-Verbraucherschutzbürste? Superfrech und Landwirtschaftsministerinnen-kommen-nicht-in-den-Himmel-like? Ich dachte. Oder verwechsle ich das mit dem alten Lindwurm Hera? Nee, sorry, jetzt habe ich’s: Bubikopf ist ja Amelie Fried. Gott, die arme Amelie. Vorgestern auf Gaby Hauptmanns Tupperparty getroffen. Der Amelie ihre superengen Jeansjacken sind ja wohl nur noch peinlich. Manchmal sollte man Frauen einfach verbieten.

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Gerhard Henschel: "Der dreizehnte Beatle" (SZ)

Obladiblabla

Gerhard Henschel verdreht’s das Pilzköpfle: "Der dreizehnte Beatle" (SZ-Buchmessenbeilage, 18.10.05)

Für Gerhard Henschel sind Bücher Zeitmaschinen. 2002 rekonstruierte er in dem dickleibigen Doku-Roman „Die Liebenden“ mit Hilfe von Originalbriefen die ergreifende Liebesgeschichte seiner Eltern und schuf damit eine eindringliche Privatgeschichte der jungen Bundesrepublik. 2003 reiste der 1962 geborene Autor mit seinem voluminösen „Kindheitsroman“ in die eigene Vergangenheit. Nach diesen gefeierten, detailversessenen Romanen war Henschel wohl der raumgreifenden Vergangenheitsbewältigungsmethoden seines verehrten Meisters Walter Kempowski etwas überdrüssig. Offensichtlich wollte er nun mit einem schlanken, schnellen Fluchtvehikel endlich einmal raus aus dem bundesrepublikanischen Muff und eine fröhliche Spritztour durch die große weite Welt unternehmen. Doch wie kommt man aus dem deutschen Hobbykeller, den genormten Sparkassenfußgängerzonen und den Winnetou-Sonntagen dorthin, wo das Leben endlich mal so richtig rockt, verdammt noch mal?

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