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Paulo Coelho: "Der Zahir" (SZ)

Paartherapie auf singenden Wanderdünen

Paulo Coelho plündert esoterische Parallelgesellschaften: "Der Zahir" (SZ, 07.06.05)

Gigantisch aber, liebe Gemeinde, ist die Blase des spirituellen Vakuums, die sich um unseren kalten Planeten bläht, die Stratosphäre zurückdrängt und dem Allmächtigen ins Nierenbecken drückt. Schon seit Monaten gibt es keine Offenbarungen mehr von den grell geschminkten Lippen unserer sanftäugigen Uriella; – wurde sie von Uschi Glas’ Gesichtscreme aus der sichtbaren Welt geätzt? Auch die mesmerische Strahlkraft des gesalbten Pastor Fliege läßt sichtlich nach, und im Vatikan waltet nach dem polnischen Popstar nun ein deutscher Dogmatiker mit dem Sex-Appeal einer textkritischen Kant-Gesamtausgabe. Wer soll unseren Jenseits-Hunger stillen? Sogar die heilsbringende Klon-Sekte der tapferen Raelianer ist nun schon seit drei Sonnenfinsternissen verstummt.

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