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Hans Pleschinski: "Bildnis eines Unsichtbaren" (NZZ)

Die Maske des schleichenden Todes

Hans Pleschinski verbindet Totenklage und Bildungsroman: "Bildnis eines Unsichtbaren" (NZZ, 12.04.03)

Das Leben sollte ein Fest werden. Barocke Fülle sollte regieren. Versaille, Hofkonzerte, Goldstickereien. Champagner, Gemälde, Causerien. Im Spiegelsaal wogte die Festgesellschaft unter Lüstern. Jeder sollte als Sonnenkönig im strahlenden Zentrum seiner eigenen Existenz regieren. Pracht, Überfluß und Sinnlichkeit sollten herrschen. Vor allem Sinnlichkeit. Doch dann kam Aids. Nun galt es, Contenance zu bewahren.

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Hommage auf François Rabelais anläßlich seines 450. Todestages (FR)

Vaterriese Gargantua und Sohnesriese Pantagruel sitzen an einem üppig gedeckten Frühstückstisch, der aus dreiunddreißig Hektar guten savoyischen Tannenwaldes gezimmert ist. Sie trinken Kaffee mit pasteurisierter Einhornmilch (Vollfettstufe) aus einem Trinkwasserreservoir, das Pantagruel bei seiner Eroberung von Neu Delhi vom Dach eines dachsfrechen Immobiliennabobs heruntergerissen hatte. Der Nabob war ein unziemlicher Scheißdochdrauf gewesen, dem Pantagruel unter einer Yuccapalme die Leviten gelesen hatte. Eine Vogelspinne war einziger Zeuge des Duells gewesen. Die ehrbaren Bürger Neu Delhis hatten es dem tapferen Pantagruel gedankt, sie von sämtlichen Slumtyrannen befreit zu haben, denn diese Nabobs waren ihnen eine Stadtplage gewesen.

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