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Henning Mankell: "Der Mann, der lächelte" (FAZ)

Der Mann, der schwächelte

Henning Mankells Krimi "Der Mann, der lächelte" (FAZ, 24.03.01)

Um Kurt Wallander steht es arg. Bei der Aufklärung seines letzten Falles mußte der schwedische Kommissar einen Kriminellen erschießen. Notwehr gehört zwar zum Geschäft, doch der Polizist fällt in tiefe Depression und Selbstzweifel. Er streift durch einsame Landstriche, schiefergrau das Meer, trüb der Himmel. Die Chemie seiner Psyche geht mit der Atmosphäre eine kuriose Verbindung ein und erzeugt dichten Küstennebel. Durch Schweden geht böiger Wind, durch Wallander ontologisches Frösteln.

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John Grisham: "Die Bruderschaft" (FAZ)

Die Rezension

John Grishams elfter Top-Seller in Folge (FAZ, 20.03.01)

Die Firma. Die Akte. Der Klient. Der Grisham. Ein Mann, ein Substantiv. Jedes Jahr eins. Seit 1994. John Grisham. Stechender Blick, scharfes Profil. Jedes Jahr, wenn im Februar der neue Grisham kommt, halten sich andere Verlage mit ihren Neuerscheinungen für eine Woche bedeckt, heißt es. Gegen Grisham hätte niemand eine Chance. Eine Woche des deutschen Buchhandels gehört dem Amerikaner. Die Woche. Das Regal. Der streng gläubige Baptist soll der meist gelesene Autor weltweit sein. Der Grisham-Belt zieht sich einmal quer über den Globus. Die Leser-Loge. Das Seller-Kartell.

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Christine Wunnicke: "Jetlag"

Peter Schlemihl Superstar

Christine Wunnickes Rock-Märchen "Jetlag"

1969. Die Rock-Ikone Phineas Sloan alias Cuddie Savoy steigt im New Yorker Lakehurst-Hotel ab, beginnt den Abend mit einer Überdosis Sex and Drugs and Rock ´n´ Roll, fällt ins Koma und findet sich irgendwann ziemlich high im verspiegelten Hotelfahrstuhl wieder. Um ihn herum brennt lichterloh das Hotel, light my fire. Gerettet wird Phineas Sloan, zurück bleibt Cuddie Savoy. Die bürgerliche Seite der Pop-Ikone kann sich nach der Brandkatastrophe nicht mehr an ihre Star-Vergangenheit erinnern. Phineas Sloan will keine Musik mehr machen, zieht sich in die efeuumrankte Abgeschiedenheit eines Landhauses zurück, spielt an den Knöpfe in seiner Strickjacke und lebt von seinen Tantiemen.

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